> Über uns
Eine Bewegung entstand aus dem Leid der Unterschicht.
Wir haben die Partei für Soziale Gerechtigkeit gegründet, weil wir es nicht ertragen wollten, wie Menschen wie Franz Woyzeck an ihren Verhältnissen zugrunde gehen.
Entstehungsgeschichte
Am 15. Main 1824 gründeten wir in einer kleinen hessischen Garnisonsstadt die Partei für Soziale Gerechtigkeit (PSG) als Reaktion auf soziale Missstände, welche ultimativ im Mordfall seiner Partnerin durch Franz Woyzeck zusammenliefen. Von diesem Zeitpunkt an haben wir nicht aufgegeben auf unsere Ziele für eine gerechtere Gesellschaft hinzuarbeiten.
Die Tat von Woyzeck war sehr einschneidend in das Zusammenleben unseres Dorfes. Doch sie hat uns auch an diverse Missstände errinnert, die wir zuvor nicht wirklich beachtet haben. Die brutale Tat von Woyzeck war es schließlich, die uns edgültig zum Handeln motiviert hat.
Unser Verhältnis zu Woyzeck
Zunächst ist es wichtig, unsere Sicht auf Woyzeck zu verstehen. Obwohl wir uns oft explizit auf Woyzeck beziehen, sehen wir ihn keinesfalls als Vorbild.
Seine Tat ist nicht vertretbar und ein klares Beispiel eben der Verachtung, gegen die wir uns einsetzen. Jedoch ist es nicht weit hergeholt, zum Teil auch seine Umstände für die Tat verantwortlich zu machen. Unser Ziel ist es nicht, Woyzeck zu verherrlichen, sondern ihn als Veranschaulichung für die Missstände unserer Gesellschaft zu betrachten. Unser Ziel ist es, durch die Behebung jener, zukünftige Fälle wie den von Woyzeck zu verhindern.

Verwunderter französischer Soldat - Wilhelm Trübner, München 1871
Was verdeutlicht Woyzeck?
Franz Woyzeck war ein einfacher Soldat. Er lebte mit seiner Partnerin Marie zusammen, mit der er ein unehrliches Kind hatte. Da sein Lohn als einfacher Soldat, wie für so viele andere, jedoch nicht ausreichte, um für seine Familie zu sorgen, musste er zusätzlich Nebenjobs annehmen.
Woyzecks Leben war geprägt von sozialer Ungleichheit und Ausbeutung. Vorgesetzte und Autoritäten behandelten ihn mit Geringschätzung und nutzen seine wirtschaftliche Not aus. Seine Gesundheit spielte für die Autoritäten keine Rolle. Statt Unterstützung erfuhr er Demütigung, während Armut, fehlende soziale Absicherung und mangelnde gesellschaftliche Anerkennung ihn in den Abgrund zogen.
So war z.B. gezwungen, sich bei seinem Doktor unmenschlichen Experimenten zu unterziehen, wobei er sich monatelang nur von Erbsen ernähren durfte. Durch all dies verschlechterte sich sein geistlicher Zustand, den er in seinem Geständnis letztendlich für den Mord verantwortlich machte.
Ob man dies nun glaubt oder nicht, es ist warscheinlich, dass seine Tat durch soziale Absicherungen, gerechte Entlohnung und einen rechtlichen Schutz vor Ausbeutung und Machtmissbrauch verhindert worden wäre.
Die genannten sozialen Missstände, und viele mehr, betrafen Woyzeck, doch er ist nicht der einzige. Viele andere, unter anderem wir selbst und unser Umfeld, vielleicht auch Sie, sind betroffen. Für diese Menschen wollten wir uns einsetzten.
Am 15 Mai 1824 gründeten wir deswegen in unserer kleinen hessischen Garnisonsstadt offiziell die PSG. Von nun an sind wir auf ihre Unterstützung angewiesen um unsere Vorstellungen zum Ziel zu führen.